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| Erfolgreich mit Feierabendprojekt |
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| Sendener Firma bei Wettbewerb vorne. |
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| Die noch junge Werbeagentur "Buero PlanD" aus Senden hat es bei einem internationalen Plakatwettbewerb mit mehr als 1600 Teilnehmern auf die Siegerliste geschafft. Andreas Riethmüller und Martina Korn überzeugen mit einem Aufruf an Afrika, Kondome zu nutzen. |
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| Senden |
| Beinahe hätte sich Martina Korn mit ihrem Perfektionismus selbst ein Bein gestellt. "Man feilt ständig an den Entwürfen, findet immer etwas, das man verbessern kann", sagt die 26-jährige Grafikdesignerin. Nur zwei Stunden vor Abgabeende zum internationalen Plakatwettbewerb "Good 50x70" Mitte Mai klickte Andreas Riethmüller, 27, aber doch auf "Senden" und schickte so drei Beiträge zu Jury nach Mailand. Insgesamt gingen 1659 Plakate ein, teilweise Arbeiten renommierter Agenturen - dennoch schafften es die Sendener unter die ersten 50. |
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| "Eine schöne Sache", freut sich Riethmüller, auch wenn es kein Geld für die Top-Platzierung gab. "Man kann sich mit Kreativen aus aller Welt messen und sehen, wo man selbst steht." Außerdem passten die Wettbewerbsthemen Aids, Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen, Unterentwicklung sowie Krieg zum karitativen Engagement des gemeinsamen, erst vor drei Jahren in Senden gegründeten Werbebüros "PlanD": Fünf Prozent der Gewinne spenden die Kreativen an Hilfsorganisationen. Riethmüller: "Good 50x70 soll das Zusammenwirken von Non-Profit-Organisationen und Kreativen bei sozialen Themen fördern." Unterstützer sind unter anderem Greenpeace und Amnesty International. Die Organisationen werden die Plakate für ihre Werbung einsetzen. |
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| Die Sendener überzeugten in der Kategorie Unterentwicklung mit dem Aufruf an Afrikaner, Kondome zu benutzen: Einer stilisierten, schwarz gefärbten Aufsicht des afrikanischen Kontinents haben die Designer fünf Finger angesetzt und so eine Hand geschaffen. Die durchzieht von links unten nach rechts oben der Spruch "Condoms extend Life Lines" - Kondome verlängern Lebenslinien. Das sei "durchaus plakativ", sagt Designerin Martina Korn: Die Hand wirke zum einen wie die eines Versinkenden, der nach Hilfe greift. Sie scheine aber auch "Stop!" zu sagen. Der Symbolik nicht genug, stehen die fünf Finger für fünf Minuten: Die Zeit, die vergeht, bis sich in Afrika der nächste Mensch mit HIV infiziert hat. |
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| Wie entsteht ein solches Konzept? "Es sind Geistesblitze und Ergebnisse von Überlegungen", sagt Riethmüller. "Wir werfen uns da die Ideen zu." Die sprudeln offenbar auch noch nach Feierabend, denn das Siegerplakat entstand an drei Abenden, wenn die Arbeit für die Kunden getan war - und das Geschäft läuft gut. Zu den Kunden zählen mittelständische und größere Unternehmen aus Industrie und Handel, Schwerpunkte sind derzeit Pharma, Wellness, Food und technische Geräte. Wie kommt man als Neuling an Aufträge? "Kaltakquise oder Empfehlung", sagt Korn. |
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| Auf Panzer gesetzt |
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| Um zu zeigen, was sie können, war "PlanD" bei "Good 50x70" mit je einem Entwurf in den Kategorien Unterentwicklung, Umweltzerstörung und Krieg beteiligt. Die größeren Hoffnungen setzten die beiden dabei gar nicht aufs Kondom-Plakat. "Ich habe uns mehr Chancen mit dem Panzer ausgerechnet", sagt Martina Korn. Dieses Plakat zeigt einen Panzer, der aus Wörtern besteht, welche wiederum Kombinationen aus medizinischen Begriffen und den Namen von Konfliktgebieten sind, etwa "Iraquarantine". |
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| Alle Siegerplakate, zehn in jeder Kategorie - auch das aus Senden -, wurden zunächst in einer Ausstellung bei der Mailänder Triennale gezeigt und sind nun als Wanderausstellung auf Tour: erst Istanbul und dann verschiedene Orte in Europa. Auch Riethmüller und Korn sind unterwegs: Die Grafikdesigner suchen in Ulm nach Räumen, wollen sich vergrößern. Nach dem Sieg beim Plakatwettbewerb "Good 50x70" haben einige potenzielle Kunden angeklopft. |
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| Übersicht |
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| Erschienen |
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| Südwestpresse |
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| Erscheinungsdatum |
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| 26.09.2007 |
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